Sport- und Freizeitanlage Weyermannshaus (Weyerli)


Projektierungskredit "Freibadbecken"

16.05.2019 - Stadtratsdebatte

Schritt für Schritt nähern wir uns der Sanierung vom Weyerli. Im September wurde der Projektierungskredit für die Eisbahn und für das Hallenbad bewilligt, heute geht es um das Freibadbecken. Fürs Becken wurde der Projektierungskredit bewilligt und gleichzeitig der Baukredit für das denkmalgeschützte Garderobenhaus. Als nächstes erwarten wir den Kredit für das Becken und nach den neusten Informationen wird der Variantenfächer wieder geöffnet, da die Kosten für eine Wasseraufbereitung mit Chlor teurer sein wird, als gedacht.

Auszug aus dem Stadtratsprotokoll

Fraktionserklärung: "Wiederum liegt ein Geschäft zum Weyerli vor, was mich sehr freut. Als Bümplizer, der hier aufgewachsen ist, kann ich mir die Stadt und den Stadtteil Bümpliz-Bethlehem ohne das Weyerli nur sehr schwer vorstellen. Die Fraktion SP/JUSO stimmt der Erhöhung des Projektierungskredits für die Sanierung des Freibadbeckens und dem Baukredit für die Sanierung des Garderobengebäudes zu, dies auch im Hinblick auf die neuen Erkenntnisse. Wie bei anderen Geschäften zu Schul- und Sportanlagensanierungen begrüssen wir es sehr, dass der Gemeinderat die überfälligen Sanierungen vorantreibt. Wir hoffen, dass diese Vorwärtsstrategie nicht erlahmt und wir bald über einen Baukredit für die gesamte Anlage Weyermannshausbad beraten können. Wie vom PVS-Sprecher bereits ausgeführt, ist die Sanierung des Freibadbeckens zwingend erforderlich und überfällig. Das Weyerli ist nicht nur für die Bevölkerung im Westen von Bern von grosser Bedeutung, sondern auch für die ganze Stadt und die Region Bern. Mann und Frau trifft sich im Sommer im Weyerli, seien es Familien aus verschiedenen Kulturen, Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Rentnerinnen und Rentner. Alle Bevölkerungsgruppen und -schichten treffen sich und nutzen das Freibad. Die Bedeutung der Anlage kann daher nicht genug hervorgehoben werden. Ungeachtet dessen gab es in der Fraktion SP/JUSO verschiedene Diskussionspunkte, die wir kritisch, aber wohlwollend angeschaut haben. Ein Thema waren beispielsweise die hohen Baukosten für das Garderobengebäude. Weiter haben wir darüber diskutiert, wie die Spielangebote und die Wasserspiele ausgestaltet und wo sie platziert werden sollen. Die Antworten des Gemeinderats und der Verwaltung haben uns gezeigt, dass die hohen Baukosten leider gerechtfertigt sind. So erscheint es beispielsweise sinnvoll, dass die statisch geschwächten Bodenplatten des Garderobengebäudes saniert werden, dies nur schon aus Sicherheitsgründen. Wie Alexander Feuz vorhin erwähnte, liegen die Kosten einer Sanierung und eines Neubaus nicht sehr weit auseinander. Sodann stellt sich die Frage, wann wir denn in umweltschonende Techniken wie eine Photovoltaikanlage und ein Wasserkreislaufsystem investieren wollen, wenn nicht jetzt. Angesichts der neuen Erkenntnisse hinsichtlich der Kosten für die Wasseraufbereitung mit Chlor wünscht sich die Fraktion SP/JUSO, dass der Variantenfächer wieder geöffnet wird und die Verwaltung genauer prüft, auf welche Art und Weise die Wasseraufbereitung vorgenommen werden kann, und uns anschliessend die sinnvollste Lösung vorschlägt. In diesem Zusammenhang ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ich möchte noch kurz ein anderes Thema anschneiden: Im vergangenen September haben wir in diesem Rat den Projektierungskredit für die Kunsteisbahn und das Hallenbad behandelt. Damals äusserte ich den Wunsch, dass während der Sanierung und Schliessung des Freibadbeckens ein kostenloses, niederschwelliges Alternativangebot für die Bevölkerung geprüft und realisiert werde. In ihrem damaligen Votum informierte die BSS-Direktorin den Stadtrat darüber, dass das Anliegen aufgenommen werde und dass es Ideen dazu gebe. Im Vortrag kann man aber nichts dazu lesen. Es wäre schön, wenn Gemeinderätin Teuscher uns heute mitteilen könnte, ob bereits konkrete Ideen vorhanden sind oder wie der Stand der Dinge für ein solches Alternativangebot aussieht." Timur Akçasayar (SP)

Projektierungskredit "Eisbahn und Hallenbad"

13.09.2018 - Stadtratsdebatte

An der heutigen Stadtratssitzung wurde der Projektierungskredit für die Erneuerung der Kunsteisbahn und Hallenbad debattiert und angenommen. Mit dem Kredit wird der Gemeinderat beauftragt, ein konkretes Projekt für die Sanierung der Eisanlage und des Hallenbades sowie die Gestaltung des Aussenraumes vorzulegen. Das Ziel ist, bis 2025 die gesamte Anlage zu sanieren (Volksabstimmung ist für 2021 geplant). Die Sanierung des Beckens (Freibad) wird aus gewässerrechtlichen Gründen vorgezogen und soll bis 2021 erfolgen.

Auszug aus dem Stadtratsprotokoll

Fraktionserklärung: "Die SP/JUSO-Fraktion begrüsst die gemeinderätlichen Vorwärtsstrategie für die Sanierung der städtischen Infrastruktur und wir werden dem Projektierungskredit in der Höhe von 6,9 Mio. Franken für die Erneuerung der Sport- und Freizeitanlage Weyermannshaus zustimmen. Das Weyerli wird sowohl im Sommer als auch im Winter von Jung und Alt rege genutzt, sei es zum Schwimmen oder zum Eislaufen und seit diesem Sommer auf für Beachvolleyball. Das Weyerli erfüllt auch eine wichtige Naherholungsfunktion für die angrenzenden Quartiere und den ganzen Stadtteil als frei zugänglicher Park, der zum Verweilen einlädt, ohne Eintrittsgebühr und Konsumzwang. Wie im Vortrag des Gemeinderats steht, beinhaltet der Projektierungskredit die Erneuerung der Eisflächen, des Hallenbads und des Aussenraums. Der Baubeginn soll im ersten Quartal 2022 erfolgen, mit Bauende 2025. Im Rahmen eines separaten Projekts wird die dringend erforderliche Verbesserung der Wasseraufbereitung und der Abdichtung des Freibadbeckens Ende 2019 in Angriff genommen; diese Massnahmen werden bis 2021 abgeschlossen sein. Diese Zerstückelung der Projekte ist äusserst unglücklich und führt zu einer mehrjährigen Beeinträchtigung für die Bevölkerung. In der Kommunikation zur städtischen Wasserstrategie hat der Gemeinderat ausführlich erläutert, weshalb eine Staffelung der diversen Projekte erforderlich ist: Die KaWe-De kann erst saniert werden, wenn das Weyerli fertiggestellt ist usw. Somit lässt es sich leider nicht vermeiden, dass die Sanierung gestaffelt vonstattengeht. Wir anerkennen diese besondere Situation und hoffen, dass solches in Zukunft nicht mehr vorkommt. Fragen gab es im Hinblick auf den Hallenneubau, beziehungsweise den Teilneubau, den zentralen Eingang für die gesamte Anlage sowie die ganzjährige Zugänglichkeit des Freibadparks. Die offene Formulierung des Projektauftrags und die Prüfung der sich mit dem Campus der BFH und mit der Arealentwicklung Weyermannshaus-West bietenden Chancen und Möglichkeiten sind zielführend und angebracht; dazu das Stichwort «Mobilitätskonzept». Diese Projektierung weckt grosse Erwartungen hinsichtlich kreativer und innovativer Lösungen, die zu einer Verbesserung der ganzjährigen Nutzung und zu einer Attraktivitätssteigerung der gesamten Anlage führen sollen. Mit den Arealentwicklungen westlich und östlich vom Weyerli stehen uns gewichtige städtebauliche Entscheide bevor, die den Aussenraum über mehrere Jahrzehnte prägen werden. Das ist keine leichte Aufgabe. Aufgrund der Antworten der Verwaltung sind wir überzeugt, dass die verschiedenen Anliegen wahrgenommen und wohlwollend geprüft werden. Wir sind gespannt auf das Ergebnis und bitten Sie, dem beantragten Projektierungskredit zuzustimmen."

Einzelvotum: "Als Vertreter von Bümpliz, Bethlehem und Oberbottigen freut es mich besonders, dass die Sanierung unseres Weyerlis endlich angegangen wird und unser Quartierbad für die Zukunft fit gemacht wird. Ich möchte folgenden Wunsch an die Adresse des Gemeinderats und der zuständigen Verwaltungsstellen formulieren: Die Nutzung des Weyerlis wird durch die Bauarbeiten während mehrerer Jahre eingeschränkt sein. Das Quartier und der Stadtteil wünschen, dass während der Sanierungen, insbesondere während der Schliessung des Freibadbeckens, ein niederschwelliges Alternativangebot für die Bevölkerung wohlwollend geprüft und auch realisiert wird." Timur Akçasayar (SP)