Kinder- & Jugendarbeit

Theaterzirkus Wunderplunder Bern West

12.09.2019 - Budgetdebatte im Stadtrat

Der Theaterzirkus Wunderplunder ist ein Mitmachzirkus für Kinder und Jugendliche. Während einer Woche erarbeiten rund 60 Kinder eine einzigartige Show und können sich so künstlerisch entdecken. Aktuell gibt es in der Stadt Bern im Rahmen des Fäger-Programms auf dem Gaswerk-Areal ein Angebot. Zusätzlich gibt es seit ein paar Jahren den privatfinanzierten Wunderplunder im Brünnenpark, welcher für nicht-vermögende Familien gedacht ist und die Familien pro Kind einen Beitrag von min. 40.- Franken zahlen (Fäger: 130.- Franken). Der Wunderplunder hat sich im Quartier etabliert und geniesst grosser Beliebtheit bei den Kindern im Gäbelbach und Holenacker. Da die verschiedenen Institutionen und Vereine nicht jedes Jahr solche Projekte unterstützen können (z.B. lediglich als Anschubfinanzierung), hätte der Wunderplunder Bern West im 2020 nicht stattfinden können. Da die betroffenen Quartiere mit solchen Kinder- und Jugendangeboten unterversorgt sind, das Jugendhaus im Brünnenpark auf sich warten lässt und gewisse Jugendtreffs geschlossen sind, sehen ich die Stadt in der Pflicht sich zu engagieren. Daher haben wir als SP/JUSO-Fraktion fürs 2020 einen Budgetantrag von 14'000 Franken gestellt, damit dieses Angebot für nicht-vermögende Familien erhalten bleibt. Der Antrag wurde während der Budgetdebatte mit 43 zu 21 bei 3 Enthaltungen angenommen.


Wozu ein KiPa und JuPa?

31.10.2018 - Mitgliederversammlung

Diesen Monat befasste sich die Mitgliederversammlung der SP Bümpliz/Bethlehem mit den Jüngsten der Gesellschaft, den Kindern und Jugendlichen. Als Auftakt einer jugendpolitischen Diskussionsrunde wurde die politische Teilhabe und Mitwirkung betrachtet, insbesondere das Funktionieren des Kinderparlamentes (KiPa) und Jugendparlamentes (JuPa). Mit den Vertreter*innen vom Jugendamt, des KiPa und JuPa sowie vom toj Team Bern-West wurde sehr angeregt diskutiert und wir Erwachsenen konnten einiges in Erfahrung bringen. Die Diskussion hat gezeigt, dass es nicht "die Jugend" gibt und dass die Jungen im Grossen und Ganzen zufrieden sind (oder sie haben sich nicht getraut, uns Erwachsenen die Leviten zu lesen). Sobald ich und meine Kollegin Agnes Nienhaus den Abend ausgewertet haben, wird es weiter gehen. Wir sind gespannt, wohin uns die weiteren Diskussionsrunden bringen werden.

Auszug aus der Mitgliederzeitschrift aSPekte Nr. 7

„Mit einer klassischen Jugendpolitik soll die Gesellschaft die Lebensverhältnisse von Jugendlichen gestalten, unter Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse und Anliegen. Heute ist mehr oder weniger unbestritten, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zentral für die Entwicklung von Jugendlichen ist. Aus meiner Sicht genügt es nicht, die Wünsche der Kinder und Jugendlichen für gute Schulen, für geile Sport- und Freizeitanlagen und Freiraum für den ungestörten Ausgang aufzunehmen und zu schauen. Der Weg sollte sein, dass sie ihre Anliegen selbstbestimmt formulieren und diese direkt ins politische Geschehen einbringen können. Dabei haben wir Erwachsenen dafür zu sorgen, dass sich alle ungeachtet ihrer Herkunft oder Bildung beteiligen und ihre Anliegen nicht verzögert werden. Es gibt nichts Schlimmeres als das Gefühl der Ohnmacht und der darauffolgenden Demotivation. Wie sollen uns die 12 bis 16-jährige noch ernst nehmen, wenn sie sich in ihrer Freizeit engagieren, Projekte anstossen und für die Verwirklichung 5 bis 10 Jahre warten müssen?“ Timur Akçasayar (Stadtrat SP)

 

„Interesse und Mitbeteiligung an der Gestaltung unserer Lebenswelt ist die beste Integration in die Gesellschaft, die man sich vorstellen kann. Dies fängt schon früh an. Deshalb ist das Kinder- und Jugendparlament so wichtig. Es ermuntert Kinder und Jugendliche, mitzudenken und mitzugestalten. Und es zwingt die Erwachsenen dazu, zuzuhören. Dieses Zuhören ist mir auch wichtig, wenn wir die Kinder- und JugendparlamentarierInnen in unsere Sektionsversammlung einladen. Ich möchte gerne wissen, wie sich die Jungen die Zukunft unserer Stadt und unseres Quartiers vorstellen. Ausserdem erachte ich die integrative Wirkung dieser beiden Parlamente als besondere Chance für unseren Stadtteil, der auch viele wenig privilegierte BewohnerInnen hat. Jugendliche in unserem Stadtteil – SchweizerInnen wie auch Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund – sollen deshalb besonders ermuntert werden, sich in diesen städtischen Organen zu engagieren.“ Agnes Nienhaus (QBB-Mitglied)